Kräuter in Andalusien – Teil 2

Kräuter in Andalusien – Teil 2

Es gibt jede Menge Kräuter in Andalusien, die nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch gesundheitsfördernd sind. Im ersten Teil habe ich ja bereits einige der Kräuter vorgestellt. Heute geht es weiter und ich möchte euch neben Safran, welcher auf keinen Fall in der andalusischen Küche fehlen darf, auch Ñora und meinen geliebten Knoblauch :) vorstellen. Auch eine kleine Übersicht, die dir aufzeigt, für welche Beschwerden die jeweiligen Kräuter eingesetzt werden können findest du in diesem Artikel.  

Safran – lecker und sehr gesund

Safran ist eines der teuersten Gewürze der Welt und das nicht ohne Grund. Denn die Safranfäden werden per Hand geerntet und zwar sehr mühsam. Safran, wird aus den Stempeln der Krokusblume gewonnen und für die Gewinnung benötig man Tausende Blumen. Denn jede Krokusblume enthält nur 3 Stempelfäden. Doch nicht nur die Gewinnung ist mühsam, auch der Anbauprozess ist äußerst arbeitsreich. 

Das “Rote Gold”, wie Safran auch genannt wird, muss in der Morgendämmerung zwischen Oktober und November geerntet werden. Nur so wird die höchste Qualität erzielt. Der Safran Anbau in Spanien ist vor allem in der Region La Mancha, die berühmt ist. Denn von allen Safransorten der Welt, hat der Safran aus La Mancha die höchste Farbkraft. Einsetzen kannst du den Safran sehr vielfältig, doch in einer Paella darf er auf keinen Fall fehlen. Wenn auch du eine leckere Paella zubereiten möchtest, ist dieses Paella Rezept vielleicht genau das Richtige für Dich. 

Xtendo / Pixabay

Kräuter in Andalusien für die Gesundheit

Auch wenn Safran vor allem eine Würze ist, tut das “Rote Gold” auch der Gesundheit gut. Safran wurde zum Beispiel bei den Griechen als Frauenheilmittel eingesetzt, da er krampflösend wirkt. Eine Messerspitze Safran in warme Milch eingerührt, soll wahre Wunder bei Menstruationsschmerzen bewirken. 

Zudem wird Safran auch bei Magenschmerzen in den Tee gerührt, um den Magen wieder zu beruhigen. Bei Übelkeit und Erbrechen ist Safran in Kombination mit Fenchel, Minze und Zitronenmelisse hilfreich. 

Doch auch bei folgenden Beschwerden ist Safran ein Hilfsmittel: 

  • Gicht
  • Asthma
  • Lebererkrankungen
  • Augenkrankheiten
  • Depressionen

 

Doch Vorsicht, die Kräuter aus Andalusien sind zwar fast alle sehr hilfreich, können aber auch ihre Tücken haben. So auch der Safran, der auch als der “lachende Tod” bezeichnet wird. Denn übertreiben solltest du es mit dem Konsum nicht. In größeren Mengen verzehrt, kann das “Rote Gold” auch als gefährliches Rauschmittel wirken. Hast du zu viel davon verzehrt, tritt zunächst ein sehr starker Lachreiz ein. Weiterhin treten Schwindel und Herzklopfen auf und später können dann Halluzinationen hinzukommen. Im schlimmsten Fall kann es zur Lähmung des zentralen Nervensystems und somit zum Tod kommen. 

Im Endeffekt gilt für alle Kräuter aus Andalusien, dass es die Menge macht. Pfefferminze kann ebenso schädlich sein, wenn du damit übertreibst. 

Ñora – eines der unverzichtbaren Kräuter aus Andalusien

Ñora ist eine rote, runde Paprika, die nach der Ernte in der Sonne getrocknet und anschließend zu Pulver gemahlen wird. Sie ist in unzähligen Würzmischungen zu finden und wird praktisch in fast jedem Gericht verwendet. Diese runde Paprika bietet einen unverwechselbaren aromatischen Geschmack. 

Doch VORSICHT: Es gibt zwei Sorten dieser Paprika. Die eine Sorte hat zwar ein aromatisches Aroma, ist leicht süß aber mild und die andere Sorte ist recht scharf. Also immer erst probieren, bevor du mit Genuss in die Paprika beißt. 

Gebraten serviert, kann die Ñora auch als Beilage gereicht werden. Zudem wird sie als Paprikapulver verwendet, findet sich in zahlreichen Gerichten wieder und ist sehr vielseitig einsetzbar. Als Gewürz in Patatas Bravas, Paella oder auch in Wurstwaren ist die Ñora zu finden und gibt den Speisen einen außergewöhnlichen und besonders leckeren Geschmack. 

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Ñora für die Gesundheit

Paprika sind im Allgemeinen gesund und du solltest sie wenn möglich roh verzehren. Dabei wurde sie schon von den amerikanischen Ureinwohnern als Heilmittel gegen Arthrose verwendet. Sogar heute wird die Paprika bei rheumatischen Schmerzen eingesetzt und selbst in ABC-Pflastern ist Paprika Pulver vorhanden. Doch auch bei Migräne oder einem Hexenschuss kommt die Paprika zum Einsatz, da sie einen hohen Gehalt an Capsaicin hat. Weiterhin ist, zumindest die rote Paprika, voller Vitamin C. Dieses hilft die Durchblutung zu fördern und einem Herzinfarkt vorzubeugen. 

Des Weiteren hat die Paprika folgende Eigenschaften und soll:

  • gegen Thrombose hilfreich sein
  • die Verdauung anregen
  • das Bindegewebe festigen
  • die Durchblutung fördern
  • bei Muskelkater hilfreich sein
  • Arthritis lindern
  • Kapillaren abdichten
  • Abwehrkräfte stärken

 

Durch diese breite Wirksamkeit solltest du eigentlich täglich Paprika auf dem Speiseplan stehen haben. Ganz egal, ob es Pulver ist oder ob du die rohe Paprika verzehrst. Ñora als Pulver, wenn du nicht in Spanien wohnst und deine eigenen Paprika aus dem Garten roh verzehren – besser kann es nicht sein. 

Knoblauch – die wohl wichtigste Gewürzpflanze in Spanien

Die Knoblauchknolle gehört in Andalusien und Spanien nahezu zum täglichen Leben dazu. Du kannst ihn fast in jedem Gericht verwenden und ändert den Geschmack von langweilig zu aromatisch und herzhaft. Obwohl diese Gewürzpflanze ursprünglich aus Asien stammt, hat sie in Andalusien ihre Heimat gefunden, da diese Knolle sehr vielseitig verwendbar ist und außer in Süßspeisen jedes Gericht aufwerten kann. 

Die Knolle kannst du in allen Varianten nutzen und sie pressen, schneiden, in Öl oder Essig einlegen, braten und räuchern. Dabei ist vor allem gepresster Knoblauch sehr gesund, da hier ätherische Öle freigesetzt werden, die zum einen einen unverkennbaren Geschmack erzeugen und zum anderen besser vom Körper aufgenommen werden können. Egal, wie du den Knoblauch zubereitest, achte immer darauf nur Holz- oder Steinmörser zu nutzen. Metallwerkzeuge sollten bei der Zubereitung von Knoblauch vermieden werden. 

Couleur / Pixabay

Knoblauch ist mehr als gesund!

Kräuter in Andalusien sind sehr vielfältig, ebenso wie die Knoblauchknollen. Leider stören sich in Deutschland viele am Geruch und ich bin froh, hier in Andalusien zu leben, da ich täglich Knoblauch essen kann, ohne dass sich jemand gestört fühlt. :) So kann ich ausgiebig Alioli essen, unser Mittagessen mit Knobi zubereiten und von der hervorragenden Wirkung profitieren. 

Knoblauch, und das ist wissenschaftlich bewiesen, hat eine positive Wirkung auf das Blut- und Kreislaufsystem. Zudem beeinflusst er den Cholesterinspiegel und wirkt sich gut auf den Blutfluss aus. Doch auch Plaquebildung in den Arterien wird verhindert und die Zellen werden geschützt. Außerdem kannst du mit Knobi gegen Erkältungen vorbeugen, die Schleimhäute pflegen und ihn als Antibiotikum nutzen. Zudem kann er Bakterien sowie Pilze bekämpfen und die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen. Dies alles sind Gründe, weshalb auch du viel öfter Knoblauch essen solltest!

Natürlich gibt es noch viel mehr Kräuter in Andalusien, die ich dir natürlich nach und nach vorstelle. Denn gerade die Kräuter in Andalusien wachsen oftmals wild und sind so absolut Bio. Wenn ich Rosmarin oder auch Thymian oder andere Kräuter benötige, gehe ich einfach ins Campo und schneide mir das ab, was ich brauche. Einfach herrlich einen so tollen und großen Garten direkt vor der Haustüre zu haben!

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