Autopanne in Spanien

Leider sind auch wir jetzt in den „Genuss“ einer Autopanne in Spanien gekommen. Denn unser Auto hat leider den Geist aufgegeben – dumm nur, dass es gerade an dem Tag war, als ich meine Tochter vom Flughafen abgeholt habe. Wir waren gerade 10 oder 15 km gefahren und konnten fast den Flughafen noch sehen. Plötzlich machte der Wagen komische Geräusche und ich habe es gerade noch auf den Standstreifen geschafft. In der Hoffnung, dass wir die Abfahrt Elche noch erreichen, hat er dann aber etwa 100 vor der Abfahrt den Geist komplett aufgegeben.

Der Service ist unschlagbar

Natürlich habe ich zuerst meinen Mann angerufen und dann krampfhaft nach einer Telefonnummer der Service Hotline gesucht. Vor lauter Aufregung habe ich diese natürlich nicht gefunden und liebe Freunde angerufen, die mir dann genau erklärt haben, was wir machen müssen. Nachdem ich die Service Nummer gefunden hatte, rief mein Mann, von zu Hause aus, diesen Service an und bekam sogar eine Mitarbeiterin, die Deutsch sprach, ans andere Ende. Sie erklärt meinem Mann dann das weitere Vorgehen und rief auch direkt mich an, um mir das ebenfalls zu erklären und nochmals nachzufragen, wo wir genau stehen. Nachdem ich ihr aller erklärt habe, schickte sie direkt einen Abschleppwagen los, der uns erst einmal in die nächste Werkstatt oder zum Abschlepp-Depot schleppt. Allerdings heißt sofort in Spanien ja nicht sofort 🙂 Der Anruf der sehr sehr freundlichen und hilfsbereiten Service-Mitarbeiterin war gegen 20.30 Uhr – der Abschleppwagen kam gegen 22:30 Uhr. Also sofort kann dann durchaus auch zwei Stunden heißen. Allerdings bekam ich gegen 21:30 Uhr noch eine SMS mit der Nachricht, dass der Abschlepper noch etwa 40 Minuten benötigt. Klar, wenn wir eine Panne haben, hat halb Spanien ebenfalls eine Panne und muss abgeschleppt werden.

Wir werden abgeschleppt

Nachdem dann endlich der Werkstattwagen da war, erklärte mir der freundliche Mitarbeiter was jetzt passiert. Mit Händen und Füßen und dem Übersetzer haben wir uns dann auch tatsächlich verstanden. Im Depot angekommen, kümmerte er sich rührend um uns und erklärte nun, was von der Versicherung alles gezahlt wird. Wir konnten dann entweder eine Nacht im Hotel verbringen oder ein Taxi bringt uns nach Hause – kostenlos (und das waren immerhin 200 km). Natürlich entschieden wir uns für das Taxi, denn irgendwo in Elche zu sitzen war nicht das, was wir wollten. Meine Tochter war schon leicht entnervt, wobei ich es sehr entspannt gesehen habe – naja ich lebe ja auch hier 🙂

Kein Taxi in Sicht

Der Mitarbeiter des Abschlepp-Unternehmens schaute noch kurz nach unserem Wagen und erklärte mir was es sein könnte. Allerdings reicht mein Spanisch nicht wirklich, um irgendwelche technischen spanischen Worte zu verstehen. Er erklärte, dass es etwas mit Leistung zu tun hat, das war aber auch alles, was ich verstanden habe. Dann schrieb er noch die Adresse unserer Werkstatt auf, zu der unser Auto dann nächsten Tage gebracht werden würde. Er musste eigentlich schon wieder zum nächsten liegengebliebenen Auto, doch der Taxifahrer war noch immer nicht da. Also setze er sich zu uns und wartete, bis das Taxi da war. Ich war wirklich überrascht und sagte er kann ruhig fahren. Aber er sagte, dass er in der Nacht keine zwei Frauen alleine vor der Werkstatt zurück lässt!! Sehr aufmerksam!

Taxi bitte

Nach einer gefühlten Ewigkeit – ich glaube es waren 30 Minuten – kam das Taxi dann endlich und fuhr uns die 200 Kilometer nach Hause. Endlich angekommen, gab ich dem Fahrer noch ein paar Euro, die er erst gar nicht annehmen wollte. Ich habe sie ihm dann aber aufgedrängt 🙂 Dann musste ich noch einen Auftrag unterschreiben und gut war. Er war sogar noch entsetzt, dass er uns nicht bis vor die Haustüre fahren konnte und wir noch 2 Minuten Fußweg hatten. Tja und alles bezahlt die Versicherung, obwohl wir nur eine normale Autoversicherung ohne Zusatz haben. Das nenne ich wirklich mal Service!!

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