Es geht endlich los – der Ausverkauf beginnt

Bereits im Vorfeld hatten wir uns Gedanken gemacht, wie wir das alles lösen könnten mit den Möbeln und unserem Haushalt. Da in Andalusien bzw. in Spanien die meisten Häuser möbliert sind, mussten wir uns so keine Gedanken über einen großen Umzug machen. Nur das Nötigste und die persönlichen Sachen und gut war. Also startete ich eine Gruppe auf FB, die ich Haushaltsauflösung Borken nannte und innerhalb einer Stunde waren über 100 Personen, rund um Borken,Gruppenmitglieder. Der Ausverkauf ging also los. Wir waren überwältigt von dem Andrang und wussten gar nicht, wie wir das alles wuppen sollten. Die Anfragen ließen nicht nach und ruck zuck hatte ich über 100 private Nachrichten im Postfach. Bereits am Abend war ich total überfordert und klappte den PC einfach zu und ließ Gruppe eben Gruppe sein. Doch wir wussten ja für was wir das machen – unser Traum, Auswandern nach Andalusien!! Meinen Mann hab ich dann natürlich auch zum Admin ernannt und daher konnte er doch einige Nachrichten abfangen und beantworten. Denn gerade am Anfang wollte jeder von allen Dingen Bilder, was eigentlich gar nicht möglich war. Durch die Vielzahl der Angebote wäre ich wohl Wochen nur mit Bilder machen beschäftigt. Zu Beginn „schleuste“ ich teilweise 8 Leute pro Tag durch unser Haus, dann wurde es etwas ruhiger. Aber so langsam leerte sich das Haus – auch wenn „nur“ viel Kleinkram den Besitzer wechselte. Nach und nach wurden dann auch die Couch und Schränke verkauft.

Jetzt noch besser auf die Möbel aufpassen

Da die großen bzw. wichtigen Möbel, wie Couch und Bett noch ein Weilchen benötigt wurden, leisteten die Käufer eine Anzahlung und können dann die Sachen zwei Wochen, bevor wir starten holen. Wenn man nur mal zwei Wochen auf dem Boden schlafen muss oder auf ner Matratze vor dem TV liegt, geht das ja noch, aber länger kann glaube ich schon sehr unangenehm werden. Außerdem muss ich mir nicht noch den Gang zum Orthopäden antun 🙂 Zum Glück waren die Käufer auch alle damit einverstanden und sehr sehr nett. Natürlich gab es auch welche, mit denen man nicht so auf einer Wellenlänge lag, aber auch die waren sehr nett und hatten Verständnis. Daher möchten wir uns auf diesem Wege nochmals bei allen Käufern, die uns ihr Vertrauen schenken, bedanken – auch weil bei uns in allen Räumen das Höllenchaos ist.

Der Stress geht erst richtig los

Ich weiß zwar noch nicht wann, aber das kommt sicher in den nächsten Wochen. Spätestens dann, wenn die Kisten fast alle gepackt sind – bis auf die nötigsten Sachen – und dann die Anzeigen in der Zeitung mit Adresse erscheint. Wird dann nicht alles oder fast alles verkauft, müssen wir eine Möglichkeit finden, wie wir schnell und einfach das Haus leer bekommen. Klar, es wäre dann noch das Rote Kreuz oder die Caritas, allerdings sind diese Verbände doch sehr wählerisch geworden und nehmen nicht mehr alles. Bleibt dann nur noch der Sperrmüll, der leider erst Anfang September wieder kommt. Wenn wir uns aber nicht täuschen, darf man einmal im Jahr den Sperrgutwagen bestellen – das war zumindest mal so – irgendwann :). Wenn ich nur daran denke, bin ich jetzt schon total überfordert. Ohje Leute das wird spannend und ich kann es kaum noch abwarten, bis wir endlich starten können. Der einzige Wermutstropfen dabei ist, dass meine Tochter nicht mitkommt. Aber zum Glück sind wir ja nicht aus der Welt und in drei Stunden ist man nach Almeria geflogen – für ganz kleines Geld. Wenn ich nur daran denke vermisse ich sie jetzt schon, aber auch das schaffen wir. Aber naja sie ist ja schon fast erwachsen, hat ihre eigenen Wohnung und eben auch ihre Freunde hier, die sie nicht aufgeben möchte. Und das ist auch vollkommen ok so, sie muss ihren Weg gehen und auch wenn wir nun woanders sind, stehen wir immer hinter ihr und helfen ihr, wo wir nur können. Na und außerdem gibt’s viermal im Jahr Urlaub für Umme 🙂

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