Portugiesische Galeere – erste Hilfe




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Aktueller denn je ist im Moment die Gefahr der Portugiesischen Galeere. Zahlreiche Strände sind inAndalusien gesperrt und dies ist auch richtig. Denn die Portugiesische Galeere ist zwar wunderschön, aber hochgiftig. Selbst auf Mallorca, Formentera und Ibiza wurde die Quallenart entdeckt und die Behörden sind Sorge.

Woher kommt die Portugiesische Galeere eigentlich?

Die Portugiesische Galeere ist vor allem im Pazifik zu finden. Doch auch im Atlantik oder im Mittelmeer taucht sie jedes Jahr auf. Selbst in der Karibik oder an der niederländischen Küste wurden sie schon gefunden. Dieses Jahr allerdings halten die giftigen Quallen alle in Atem. In der Regel gibt es immer mal eine Woche, in der die Quallen an den andalusischen Stränden auftauchen. Doch dieses Jahr sind sie bereits seit Wochen immer wieder an den Stränden zu finden, was eigentlich ungewöhnlich ist.

Was ist das Besondere an der Portugiesischen Galeere?

Die Portugiesische Galeere ist an sich eine wunderschöne Qualle, deren Gaskörper auf dem Wasser schwimmt. Eigentlich ist die Portugiesische Galeere gar keine Qualle, sondern eine sehr große Polypenkolonie. Jedes Teil dieser Kolonie hat eine bestimmte Aufgabe. Während die einen zum Fressen verpflichtet werden, sind die anderen zur Fortpflanzung oder auch zur Verdauung oder zur Abwehr bestimmt. Dabei können die Organismen nur miteinander, und nicht ohne einander leben. Sie sind also aufeinander angewiesen und können nur zusammen lebensfähig sein.

Das Besondere an der Portugiesischen Galeere ist die sackförmige Gasblase, die bis zu 30 cm groß werden kann. Sie funktioniert praktisch wie ein Segel und schwimmt auf dem Wasser. Die Gasblase selbst ist auch gar nicht gefährlich. Das Gefährliche an der Qualle sind die Tentakeln, die bis zu 40 Meter lang werden können. Diese Fangarme sind mit Nesselzellen ausgestattet, von denen du sich unbedingt fernhalten solltest, auch wenn sie leblos am Strand liegen!

Die Berührung mit den Nesselzellen

Kommt es zu einer Berührung mit den Nesselzellen, explodieren diese und setzen eine Art Gift frei, die dann die kleinen Fische und anderen Meerestiere betäuben. Kommt der Mensch mit diesen Tentakeln bzw. Nesselzellen in Berührung, wird das Gift, wie mit einer Harpune, in die Haut gespritzt. Dies löst extrem starke Schmerzen aus und oftmals entzünden sich die Stellen auch. Die Haut rötet sich und dort wo die Nesselzellen auf der Haut waren, entsteht eine Art Peitschenhieb.

Wie gefährlich ist die Portugiesische Galeere für Menschen?

In der Regel ist eine Berührung mit der Portugiesischen Galeere nicht tödlich, sondern nur sehr sehr schmerzhaft. Allerdings kann es bei Personen, die allergisch auf das Gift reagieren, durchaus zu lebensbedrohlichen Auswirkungen kommen. Die Stellen schwellen sehr stark an, es kommt zu Lähmungen und im schlimmsten Fall auch zum Atem- oder Herzstillstand.

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Kann man sich vor der Portugiesischen Galeere schützen?

Durch die Gasblase, die bläulich schimmert, kannst du sie bereits von Weitem auf dem Wasser schwimmen sehen. Daher solltest du, bevor du ins Wasser gehst, einen Moment das Meer beobachten und die Wasseroberfläche genau im Blick haben. So kannst du schnell sehen, ob Quallen in der Nähe sind. Doch bitte denke auch daran, dass die Tentakeln bis zu 40 Meter lang werden können.

Angeblich soll es mittlerweile ein Mittel in den Apotheken geben, die verhindern, dass das Gift in die Haut eindringt. Verlassen würde ich mich darauf jedoch nicht.

Erste Hilfe bei einer Berührung mit der Portugiesischen Galeere

Normal soll eine Quallenbiss mit Salzwasser feucht gehalten werden. Nicht so bei der Portugiesischen Galeere. Hier muss vollkommen anders vorgegangen werden, wie bei einer Berührung mit einer normalen Qualle. Kommst du mit den Nesselzellen einer Portugiesischen Galeere in Berührung, ist Folgendes zu tun:

Im Wasser solltest du Ruhe bewahren und direkt an den Strand schwimmen.

Sofort zu einem Lifeguard gehen, wenn der Strandabschnitt bewacht ist.

Ist kein Lifeguard vor Ort, solltest du die Stelle genau anschauen und sehen, ob noch Nesselzellen auf der Haut sind. Diese dann ganz vorsichtig mit einer Pinzette entfernen.

Danach die Haut auf keinen Fall mit Wasser (egal ob Süß- oder Salzwasser) oder sonstigen Flüssigkeiten abspülen. Durch die Flüssigkeit könnten sich weitere Nesselzellen entladen.

Die betroffene Stelle muss direkt, nachdem noch Nesselzellen entfernt wurden, mit Sand oder einem Handtuch bedeckt werden. So könnten noch verbliebene Nesselzellen nicht mehr explodieren.

Auf keinen Fall reiben oder kratzen.

Du solltest dich so schnell wie möglich ärztlich behandeln lassen. In jedem noch so kleinen Dorf gibt es einen Arzt, ansonsten wende dich an die Polizei oder Guardia Civil, wenn du nicht weißt, wo du einen Arzt findest.

In der Zwischenzeit solltest du nicht alleine bleiben, da die Gefahr eines allergischen Schocks besteht.

Während du auf einen Arzt wartest, solltest du dir bereits die wichtigsten Wort auf Spanisch übersetzen lassen.

Eine Portugiesische Galeere heißt in Spanisch – La carabela portuguesa

Natürlich hoffe ich für dich, dass du diese schönen aber giftigen Quallen nur am Strand siehst und nicht mit ihnen in Berührung kommst. Dort kannst du auch oft sehen, wie lang die Tentakeln wirklich sind, auch wenn sie meist teilweise schon abgerissen sind.

Trotzdem wünsche ich dir natürlich einen wunderschönen Urlaub und eine schöne Zeit an den andalusischen Stränden.



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