Plätzchen backen in Andalusien ist gar nicht so einfach …

… wenn man spanische Lebensmittel und Zutaten hat. Schon vor Wochen habe ich gemerkt, dass das Mehl hier ganz anders ist. Meine Pfannkuchen waren – naja sagen wir mal – sehr fest. Nicht so locker und fluffig, wie ich sie sonst gewohnt war. Also beim nächsten Mal um einiges weniger Mehl genommen und der Pfannkuchenteig war schon recht dünn, aber sie waren um einiges BESSER! Jetzt sollte es also an die Butterplätzchen gehen und ich war schon mächtig auf die Konsistenz, den Geschmack und das Aussehen gespannt 🙂

Jetzt hieß es also „Ran an die Backbleche“

Gestern war es also soweit und wir wollten Plätzchen backen. Ich machte mir natürlich einige Gedanken, wie das mit dem Mehl wird, dem Backpulver und auch dem Vanillezucker. Denn hier gibt es Vanillezucker nicht in kleinen Tütchen, sondern in 105 Gramm Streuern und die Backpulverpackungen sind ebenfalls um einiges größer. Natürlich musste ich erst mal googeln, welche Mengen ich benötige und versuchte es, zumindest beim Backpulver, einigermaßen zu hinzubekommen. Der Teig fühlte sich ganz ok an, aber das Mehl machte mir wirklich Gedanken und ich nahm schon 1/3 weniger, um keinen mit den Plätzchen erschlagen zu können.

Gut gekühlt ist halb gewonnen – oder so ähnlich

Hoffe ich zumindest. Nachdem das Wetter noch sehr gut ist und wir in der Sonne so gute 30° Grad haben, ist das mit der Weihnachtsstimmung so eine Sache. Daher hoffe ich ja wirklich, dass der Teig wenigstens wird und vielleicht kommt dann die Weihnachtsstimmung beim Plätzchen backen in Andalusien 🙂 Um 16 Uhr kam eine Freundin mit ihren beiden Jungs und es ging ans Ausrollen des Teigs. Er war etwas klebrig, also doch noch ein wenig mehr Mehl und hoffen, dass das Buttergebäck nicht zu fest wird. Der Teig ließ sich dann gut verarbeiten und das Ausstechen machte den Jungs jede Menge Spaß. Dann war es soweit und das erste Blech musste in den Ofen. Auch hier hatte ich so meine Bedenken und war mir nicht sicher, ob die die Temperaturen so aus dem Rezept übernehmen konnte oder doch den Ofen vielleicht nicht ganz so hoch stelle. Es war also Spannung angesagt und ich traute mich und schob das Backblech mit den ausgestochenen Plätzchen in den Backofen.

Oh Schreck – die Kekse

Hmm es war wohl etwas zu viel Backpulver, da die Keks nach wenigen Minuten doppelt so hoch waren und ich schon Angst hatte, dass die gleich explodieren. Aber puuuuh – gerade nochmal die Kurve bekommen, sie waren standhaft die Keks und sind wieder etwas dünner geworden 🙂 Als die Backzeit dann vorbei war und ich die Kekse aus dem Ofen holte musste ich natürlich gleich einen probieren. Kurz ein wenig abkühlen lassen und mit Vorsicht hineinbeißen. Ja also, was soll ich sagen, der Geschmack war hmm gewöhnungsbedürftig. Sie waren weder so süß, wie wir es in Deutschland gewohnt waren und auch die Konsistenz und das Aussehen erinnerte eher an an Weißbrot. Farbe haben sie nicht so ganz angenommen und im Geschmack hat man schnell gemerkt, dass es eben ein typisches Weißbrotmehl ist. Auch der Boden der Plätzchen sah aus wie ein kleines Weißbrot.

Irgendwie musste jetzt noch Zucker her

Ja klar, ganz einfach – ich hatte ja den Vanillezucker-Streuer. Also her mit den Keksen und her mit dem Streuer 🙂 Habe dann zumindest über die fertigen Plätzchen noch ein wenig Vanillezucker gestreut und die, die noch nicht im Ofen waren, haben so als letzte Verzierung ein wenig Vanillezucker abbekommen. Damit ging es dann und die Süße der Butterplätzchen konnte ein wenig hergestellt werden – aber nur ein wenig. Unseren Freunden schmeckten die Kekse sehr gut, allerdings kennen die Butterplätzchen gar nicht, da es Engländer sind. Somit hatten sie also den Vergleich zu Deutschland nicht und waren wirklich begeistert von den Keksen 🙂 Dann können Sie ja auch so schlecht nicht geworden sein, würde ich mal sagen. Trotzdem muss ich wirklich sagen, dass ich mich an einige Lebensmittel in Spanien noch gewöhnen muss, da sie so ganz anders sind. Dies macht dann eben auch das Plätzchen backen in Andalusien zu einer Herausforderung.

2 thoughts on “Plätzchen backen in Andalusien ist gar nicht so einfach …

  1. hallo Stephie !

    ich meine das die Tütchen Backpulver von Lidl die gleiche Grammzahl hat wie in Deutschland, also genauso gross..gleicher Inhalt
    auch bei mercadona ist glaube nicht mehr drin
    oder ich bin schon zu lange hier und weiß es nicht mehr *grins*
    Ich komme ganz gut mit dem Mehl von mercadona klar

    LG

    1. Huhu,

      zu Lidl komme ich nicht so oft. Aber wenn ich das nächste Mal dort einkaufe, werd ich mich gleich eindecken. Zumindest solange, bis ich mit den spanischen Sachen parat komme. Dürfte aber auch nicht mehr sehr lange dauern 🙂 Wir verzichten hier so und so ganz bewusst auf die Lidl-Produkte. Naja geht nicht immer, aber fast immer 🙂

      Liebe Grüße
      Stephie

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