Spanische Verkehrsregeln





Spanische Verkehrsregeln sind ähnlich, wie die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Allerdings drohen hier viel härtere Strafen und wer mit Alkohol am Steuer erwischt wird, kann sich sogar im Knast wiederfinden. Natürlich kommt es hier auch auf die Menge an, die man getrunken hat. Aber ganz so glimpflich wie im deutschsprachigen Raum kommst du hier in der Regel nicht davon.


Die Bußgelder und Strafen

Spanische Verkehrsregeln sind gar nicht so anders. Allerdings ist es allgemein bekannt, dass die Strafen dabei um einiges höher ausfallen. Dabei kann es bei schweren Verstößen sogar den Führerschein kosten, auch bei Touristen. Die spanische Polizei hat da kein Erbarmen. Dabei ist vor allem einzukalkulieren, dass du als Tourist unter Umständen die Strafe direkt bezahlen musst und keinen Aufschub bekommst. Auch solltest du nicht davon ausgehen, dass die spanischen Bußen nicht in Deutschland oder dem europäischen Ausland eingetrieben werden können. Dies stimmt so nicht, denn auch das ist möglich, wenn die Personalien bekannt sind. Lediglich, wenn nur das Nummernschild bekannt ist, kannst du hoffen, dass es unter den Tisch fällt, da der internationale Datenaustausch vorne und hinten hakt. Punkte musst du allerdings nicht befürchten, weil diese normal nur Fahrer mit Wohnsitz in Spanien bekommen.

Das solltest du wissen, wenn du eine Panne hast

Spanische Verkehrsregeln sehen es vor, dass im Wagen zwei Warndreiecke mitgeführt werden müssen. Bist du nur im Urlaub und dein Wagen ist nicht in Spanien zugelassen, reicht ein Warndreieck. Auch Verbandskasten oder auch Feuerlöscher sind keine Pflicht und müssen nicht zwingend mitgeführt werden. Eine Warnweste hingegen schon, ebenso ein Reservereifen oder auch ein Reparaturset für Reifen.
Auch beim Abschleppen musst du einiges beachten. Denn du kannst dich nicht, wie in Deutschland beispielsweise einfach von einem anderen Wagen abschleppen lassen. Bleibst du mit deinem Wagen liegen, musst du einen Abschleppdienst rufen. Wer in Spanien ein Auto angemeldet hat, hat diesen Dienst in der Autoversicherung kostenlos dabei.

Diese Papiere müssen mitgeführt werden

Jeder, der 18 Jahre alt ist, darf mit einem gültigen Führerschein in Spanien ans Steuer. Dabei gibt es auch hier eine Regelung, dass Fahranfänger den Führerschein zwei Jahre auf Probe erhalten. Spanische Verkehrsregeln sagen aber genau, welche Papiere beim Fahren mitzuführen sind.

In Spanien ist jeder Fahrer verpflichtet, folgende Papiere mit sich zu führen:

Führerschein
Fahrzeugpapiere
Versicherungsdokumente
ITV Bericht (TÜV-Bescheinigung)

Diese Papiere sollten daher auch von Touristen immer mitgeführt werden, damit es nicht zu Problemen bei einer Verkehrskontrolle oder gar einem Unfall führt.

Allerdings gibt es für Auslandsresidenten eine spezielle Regel für den Führerschein. Denn sie müssen ebenfalls den Gesundheitstest machen, der in Spanien vorgeschrieben ist. Residente müssen sich so den Regeln in Spanien anpassen. Außerdem muss jeder Residente, der in Spanien lebt und einen unbefristeten Führerschein hat, diesen umtauschen in einen spanischen Führerschein. Führerscheininhaber, deren EU-Fahrerlaubnis auf 15 Jahre begrenzt ist, müssen diesen zwar nicht umtauschen, aber registrieren lassen.

Mit Kindern auf Reisen

Auch auf Kindersicherheit wird geachtet und alle Kinder, die kleiner als 1,35 m oder auch jünger als 12 Jahre sind, müssen während der Autofahrt auf einem Kindersitz sitzen. Auch für alle anderen, also Fahrer und Beifahrer gilt in Spanien die Anschnallpflicht.

Wenn du das Fahrrad mit in deinen Andalusien Urlaub nimmst, hier noch ein paar spanische Verkehrsregeln für dich. Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt die Helmpflicht. Außerdem ist in der Dunkelheit oder bei Dämmerung auf Landstraßen reflektierende Kleidung zu tragen. Wer diese nicht hat, kann natürlich auch eine Warnweste anziehen. Weiterhin wird für Radler unter 16 Jahren empfohlen, auch innerhalb von geschlossenen Ortschaften, einen Fahrradhelm zu tragen.

Wenn du einen Fahrradfahrer überholen musst, darfst du ausnahmsweise auch die weiße durchgezogene Linie überfahren. Du solltest auf einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern beim Überholen der Radfahrer achten. Ansonsten gelten die Regeln wie in anderen europäischen Ländern auch. Überholen ist nur links erlaubt und der Blinker muss gesetzt werden. Allerdings wissen viele Spanier nicht, dass sie überhaupt einen Blinker besitzen, da dieser so gut wie nie zum Einsatz kommt.

Weitere spanische Verkehrsregeln, die beachtet werden müssen

In Spanien liegt der Alkoholgrenzwert bei 0,25 Promille im Atem und bei 0,5 Promille im Blut. Für Fahranfänger, also Personen, die den Führerschein weniger als zwei Jahre besitzen, gilt der Grenzwert von 0,15 Promille im Atem und 0,3 Promille im Blut.

Tempolimit:

Auch bei der Geschwindigkeit ist Vorsicht geboten, auch wenn viele Spanier das Tempolimit nicht unbedingt einhalten. Innerorts gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, außerorts auf Landstraßen gilt das Tempolimit von 90 km/h. Du darfst sogar 100 km/h fahren, wenn die Landstraße gut ausgebaut ist und der Seitenstreifen eine Breite von 1,50 Metern hat. Auf Autobahnen gilt generell ein Tempolimit von 120 km/h für Pkw, während Autos mit Anhänger, Wohnmobile und LKW nur eine Höchstgeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern fahren dürfen. Auf ausgebauten Landstraßen dürfen diese Fahrzeuge sogar nur 80 und auf schmalen Landstraßen nur 70 Stundenkilometer fahren.

Solltest du mal zu schnell fahren, achte auf die Schilder „Control de velocidad“, denn die festinstallierten Radarfallen werden damit angekündigt. Die meisten Navis kennen die Radarfallen und zeigen dir somit auch, wo du langsam fahren musst. Außerdem kannst du die Standorte der Radarfallen auf der Webseite der spanischen Verkehrsbehörde abrufen. Natürlich gibt es auch die mobilen Radarmessungen, vor denen du dich natürlich ebenfalls in acht nehmen musst.

Telefonieren am Steuer:

Auch telefonieren mit dem Handy ist laut spanischen Verkehrsregeln verboten. Du darfst nur dann telefonieren, wenn du eine Freisprecheinrichtung nutzt. Natürlich wirst du jede Menge telefonierende Fahrer sehen, denn die wenigsten Spanier halten sich an dieses Verbot.

Zu guter Letzt noch das Parken:

Hier musst du ebenfalls aufpassen. Zum Einen solltest du auf die Park- und Halteverbotsschilder achten und zum Anderen auf die Markierungen. Gelbe Markierungen signalisieren dir ein Halteverbot. Bei blauen Markierungen darfst du parken, musst allerdings einen Parkschein ziehen. Auch in grünen Markierungen kannst du zu bestimmten Zeiten parken. Diese sind zwar eigentlich für Anwohner, aber Schilder regeln, wann du dort mit einem Parkschein parken darfst.

In kleineren Orten wirst du oftmals nur eine mündliche Verwarnung erhalten. In Touristengebieten allerdings kann es dir schnell passieren, dass eine Parkkralle dein Auto ziert oder aber, dass es abgeschleppt wird. Um wieder an dein Auto zu kommen, musst du meist nur auf den Bordstein schauen, wo dein Auto geparkt war. Hier klebt in der Regel ein Hinweis mit Telefonnummer, wo du dich melden musst.

Wie du siehst, gibt es einiges zu beachten. Denke bitte daran, dass bei Weigerung der Sofort-Zahlung der Strafe der Wagen eingezogen werden kann. Außerdem solltest du auch daran denken, dass du einen Rabatt bekommst, wenn du sofort zahlst. Zahlungen sofort oder innerhalb von 20 Tagen werden um 50 Prozent gekürzt, was heißt, dass du statt der Strafe von 200 Euro nur 100 Euro zahlen musst. Eine gute Regelung, die natürlich viele Spanier wahrnehmen. Dennoch sind die Strafen um einiges höher. Doch mit dieser Rabatt-Regelung kannst du deine Urlaubskasse noch etwas mehr schonen. Spanische Verkehrsregeln sind zwar nicht unbedingt anders, die Strafen allerdings sind empfindlich hoch.



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