Unser neues Familienmitglied – ein spanischer Hund

Wie ihr sicher schon bei Facebook gelesen habt, gibt es seit 15. September ein neues Familienmitglied in unserem Haus. Wir sind nämlich auf den Hund gekommen 🙂 🙂 Darf ich vorstellen – Chico …

 

Ein kleiner Mischling aus – vielleicht – Perro de Agua, Pudel und Terrier? Keine Ahnung, aber ein total hübscher und lieber kleiner Kerl, der mir mittlerweile wie ein Schatten folgt. Gefunden wurde er von meiner Freundin Marion. Beziehungsweise er war halt irgendwann im Campo und streunte umher. Nachdem sie wieder aus dem Urlaub kamen, war der kleine Streuner noch immer da und keiner kümmerte sich um ihn. Marion und Gerd haben sich dann mit der Organisation Protectores Nueva Era aus Águilas in Verbindung gesetzt und gesagt, dass sie den kleinen Streuner als Pflegehund aufnehmen, bis sich jemand gefunden hat. Tja und wer kann diesen Augen widerstehen? Auch mein Mann nicht, der eigentlich nie einen Hund wollte 🙂 Aber so kann es gehen!

Die Entscheidung ist gefallen

Nach langem Hin und Her konnte sich mein Mann dann doch dazu durchringen, dass wir den hübschen Wuschel mit den Rastalöckchen aufnehmen. Wir haben uns natürlich riesig gefreut und am 15. September war es dann endlich soweit. Ich hab ihn dann bei meiner Freundin abgeholt, nachdem wir natürlich noch ausgiebig gequatscht haben – Weiber halt 🙂 Am Anfang war er sehr nervös im Auto und nach ein paar Kilometern hielt ich am Strand an und ging ein wenig mit ihm spazieren. Danach war er die Ruhe selbst. Wir vermuten, dass er einfach ausgesetzt wurde und jetzt Angst hatte, dass er wieder ausgesetzt wird 🙁

Die ersten Tage im neuen Zuhause

In den ersten Tage durfte er nicht ins Haus, weil er voller Flöhe war. Aber das Wetter war toll und er hat eine wunderschöne Hundehütte, in der er schlafen konnte. Also kein Problem. Er hat sich recht schnell eingelebt, ist mir aber am zweiten Tag direkt abgehauen. Ich hab ihn überall gesucht, aber leider nicht gefunden. Nach fast zwei Stunden kam er dann wieder freudig angerannt – als er mich dann sah, wusste er genau, was er gemacht hatte und kroch fast auf dem Boden. Von da an hatte ich natürlich etwas Angst und ich ließ ihn nicht ohne Leine laufen. Was ich vorher auch nicht machte, er ist nämlich einfach durch die Tür entwischt. Wir gingen in den nächsten Tagen alle Wege ab, durchs Campo, Rambla und Dorf, damit er weiß, wo er hin muss. Irgendwann ließ ich ihn dann laufen und er blieb immer in meiner Nähe. Allerdings liebt er es nach wie vor zu streunen. Da aber alle Hunde im Dorf frei laufen, lasse ich ihn auch ab und zu mal raus. Dann rennt er zu seiner Freundin, bei uns in der Straße, und kommt nach 15 bis 30 Minuten wieder zurück 🙂

 

Ich glaube Chico fühlt sich richtig wohl hier

Nachdem er anfangs noch etwas „schüchtern“ war, folgt er mir mittlerweile auf Schritt und Tritt und selbst wenn ich nur mal auf die Toilette will, klebt er an mir. Wie ein kleines Kind eben 🙂 Wir vermuten er ist so 3 bis 4 Jahre alt und sehr sehr gut erzogen und ruhig. Da man ja nie genau weiß, welchen Hund man da so bekommt, war es optimal, dass er schon bei Marion und Gerd war und sie ihn doch ein wenig kannten Gerade mit einem Kind im Haus ist ein Streuner natürlich immer eine gewisse Gefahr. Aber der kleine Kerl ist eine Seele von Hund. Er lässt sich wirklich alles gefallen. Selbst bei der Impfung hat er nicht gejammert oder irgendwelche Töne von sich gegeben. Lediglich beim Chippen hat er kurz aufgejault – das war auch fies 🙁 Ansonsten kann ich ihn duschen, ihm problemlos die Haare schneiden, Dreck aus dem Fell entfernen, jeden Knochen abnehmen und und und. Chico ist ein entspannter, lieber und freundlicher Hund. Springt weder auf Bett und Couch, sondern wartet eher, dass er eine „Einladung“ dazu bekommt. Aber dann 🙂

Spielen müssen wir noch lernen

Das mit dem Spielen will noch nicht so richtig klappen. Stöckchen oder Bälle holen ist nicht sein Ding bzw. er weiß gar nicht was er damit anfangen soll.

Auch, wenn ich ihm ein Leckerli zuwerfe, wartet er entspannt, bis es auf den Boden gefallen ist. Fangen.. nö, nicht wirklich. Aaaaaber er liebt das Wasser und er liebt vor allen Dingen Sand. Dort kann er sich stundenlang wälzen und seinen Spaß haben.

Das einzige Problem, das wir noch haben, ist die Leine. Sobald er an der Leine ist, macht er einen riesen Terz, wenn er andere Hunde sieht. Er kläfft wie doof und lässt sich gar nicht mehr beruhigen. Aber eben nur, wenn er an der Leine ist. Läuft er frei, schnuppert er mal an den Hunden und geht weiter. Da müssen wir wohl noch ein wenig üben und schauen, wie wir das in den Griff bekommen. Ach ja und er hört kein bisschen, wenn er einen anderen Hund sieht. Wenn wir im Campo unterwegs sind und ein Hund kommt, begrüßt er in freudig, da kann ich rufen, pfeifen oder Kopfstand machen – er blendet mich komplett aus. Auch das müssen wir noch üben 🙂 Ansonsten ist Chico wirklich ein perfekter Hund, besser könnte es gar nicht sein!!!

Wenn ihr Tipps habt, wie wir das mit der Leine oder dem Hören in den Griff bekommen, freue ich mich über Antworten im Kommentarfeld!!!

 

 

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