Trinkgeld in Andalusien – Das solltest du beachten!





Wir alle kennen das und sind der Meinung, dass 10 Prozent Trinkgeld üblich sind. War die Bedienung nett und freundlich, gibt es auch mal mehr. Doch wenn du nach Andalusien kommst, ist das etwas anders. Denn hier gibt es bezüglich des Trinkgeldes andere Regeln. Glaube nicht den vielen Reiseführern, die dir alle vorgaukeln, wie viel Trinkgeld du geben musst. Das stimmt so nicht. Denn gibst du in Andalusien 10 Prozent Trinkgeld, outest du dich sofort als Tourist. Alles Wichtige über das Trinkgeld in Andalusien kann ich auch eigener Erfahrung berichten und ich gebe zu, dass wir am Anfang hier auch immer viel zu viel Trinkgeld gegeben haben.

Trinkgeld in Andalusien im Taxi

Eine kleine Anekdote, an der du sehen kannst, wie das mit dem Trinkgeld in Andalusien läuft. Unser Auto blieb liegen und die Versicherung schickte mir ein Taxi. Mitten in der Nacht und der Fahrer durfte uns fast 200 km nach Hause bringen. Endlich zu Hause angekommen, gab ich dem netten Mann 5 Euro Trinkgeld – gezahlt hat das Taxi ja unsere Autoversicherung. Zuerst wollte es der Taxifahrer nicht annehmen. Ich bestand aber darauf und ich kann mich noch heute an ihn erinnern. Ich dachte, er küsst mir jetzt die Füße und sagt mir, dass ich in Zukunft immer umsonst Taxi fahren konnte. Ich habe selten jemand gesehen, der sich so riesig über 5 Euro gefreut hat!!!

Wisst ihr jetzt, was ich meine? Spanier hätten definitiv kein Trinkgeld gegeben. Selbst wenn mit dem Taxi gefahren wird, rundet man den Betrag in der Regel nur bis zum nächsten Euro auf. Außerdem kann es dir auch gut passieren, dass der Betrag, wenn er nur minimal über der Eurogrenze ist, vom Taxifahrer abgerundet wird, was dir in Deutschland garantiert nicht passiert. Fährst du also mit dem Taxi vom Flughafen zu deinem Hotel oder deiner Unterkunft, übertreibe es nicht mit dem Trinkgeld. 

Trinkgeld in Andalusien im Restaurant

In Andalusien, es sei denn, man ist in einer Touristenhochburg, erwartet kein Kellner Trinkgeld. Denn hier ist es nicht üblich „la propina“ zu geben, zumindest nicht von 10 Prozent. Das hat aber keineswegs etwas mit Geiz der Spanier zu tun, sondern eher, dass sich ganz Andalusien bzw. Spanien wundert, warum die Gäste den Lohn des Kellners zahlen sollen.

Wer die Rechnung erhält, sagt dabei niemals „Stimmt so“. Das tut hier niemand! Wer die Rechnung erhält, die meist in einer Mappe oder einem kleinen Tablett kommt, legt den Geldschein hinein und der Kellner bringt das Wechselgeld. Je nachdem wie voll es ist oder wie hoch die Motivation ist, kann das schon etwas dauern. In diese kleine Box oder auf das Tablett kann dann, nach Erhalt des Rückgeldes, auch ein wenig Trinkgeld gelegt werden.

Auch wenn man mit Freunden unterwegs ist und Essen geht, fällt die Gesamtsumme in der Regel  etwas höher aus. Selbst hier ist es nicht üblich 10 Prozent Trinkgeld zu geben. Wer dies dennoch tun möchte, den werde ich natürlich nicht davon abhalten, allerdings wirst du dich dann auch direkt als Tourist zu erkennen geben. 🙂

Anpassen ist die Devise

Wir selbst geben nicht immer Trinkgeld. Und auch von den so hochgelobten 10 Prozent sind wir weit entfernt. Wir passen uns hier an und lassen dann eben mal ein paar Cent auf dem Tablett liegen, wenn der Service gut war. Allerdings solltest du hier von vielen Dingen Abstand nehmen. Denn gerade in Andalusien wirst du wahrscheinlich verhungern und verdursten, wenn du wartest, bis der Kellner kommt. In der Regel, und das ist in fast allen Bars so, musst du zur Theke und deine Bestellung aufgeben. Dies sollte dich nicht wundern, da es wirklich üblich ist. Auch das Nachbestellen von Getränken solltest du selbst in die Hand nehmen, denn sonst wartest du vergeblich.

Wird der Tisch nicht nach dem Essen abgeräumt, ist das auch normal und daran wirst du dich sicher auch gewöhnen. Abgeräumt wird, wenn der Gast geht! Natürlich ist das nicht überall so, vielleicht sind wir auch den falschen Lokalen. Dafür sind sie urig, lecker und nicht voller Touristen. 🙂



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