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Die Geschichte von Andalusien
Ruine in Andalusien

Die Geschichte von Andalusien

Andalusien ist beliebter denn je, doch die wenigsten Urlauber kenne die geschichtliche Entwicklung dieser Region. Sie ahnen höchsten, dass die Araber Einfluss auf die Geschichte von Andalusien hatten, da man dies noch heute an vielen Gebäuden erkennen kann. Zudem gibt es die Alhambra, die Alcazaba und viele weitere maurische Festungen, die zeigen, wie stark der arabische Einfluss in Andalusien ist.

Woher kommt der Name Andalusien?

Wenn es darum geht, woher der Name Andalusiens kommt, streiten sich die Geister. Die Mauren, die im 8. Jahrhundert Andalusien eroberten, nannten den gesamten maurischen Herrschaftsbereich der Iberischen Halbinsel al-Andalus (الأندلس). Dies geht durch eine bilinguale Münze aus dem Jahr 715/717 hervor. Es gibt aber auch die Behauptung, dass Vandalen, im im 5. Jahrhundert n. Chr. Zwischenstation in Andalusien einlegten, die Region Vandalusien nannten. Allerdings wird dies heute kaum noch von Historikern vertreten. Joaquin Vallvé, ein spanischer Historiker ist davon überzeugt, dass der Name Andalusiens ursprünglich Atlantis war und durch die Arabisierung in Andalusien umbenannt wurde. Nach wie vor ist nicht genau bekannt, woher der Name Andalusiens wirklich stammt, auch wenn in der Geschichte von Andalusien vieles belegt ist. Bis heute sind sich Historiker uneins und jeder möchte natürlich Recht behalten, aber sicher ist nichts.

Fremde Eroberer waren vorteilhaft für Andalusien

In der Geschichte von Andalusien merkst du schnell, dass fremde Eroberer sehr großen Einfluss auf die Region hatten. Allerdings war dieser Einfluss der Fremden von Vorteil und man geht davon aus, dass Andalusien nie das „Goldene Zeitalter“ erlebt hätte, wären die Mauren nicht gewesen. Doch auch andere Epochen spiegeln sich in der Geschichte von Andalusien wieder und beeinflussten die Region auf ganz besondere Weise.
Mauren in Andalusien

Das „Goldene Zeitalter“

Das „Goldene Zeitalter“ in der Geschichte von Andalusien begann im 8. Jahrhundert n. Chr., da hier arabische Stämme in die Region vordrangen. Bis zum 7. Jahrhundert n. Chr. wurde Andalusien von christlichen Westgoten dominiert. Nun aber kamen, vor allem Berberstämme aus dem Atlas-Gebirge, das in Marokko liegt, in die andalusische Region. Die Mauren, wie sie genannt werden, lieferten sich mit den Westgoten blutige Schlachten und gingen als Sieger aus diesen hervor. Insbesondere in diesen Zeiten wollten die Mauren Anerkennung über ihre Herrschaft. Dennoch waren sie sehr tolerant und zwangen weder Christen noch Juden ihren Glauben abzulegen. Dies ist den Mauren dann tatsächlich gelungen und bis zum Ende des 15. Jahrhunderts waren die Mauren Herrscher über die Region und brachten so auch das „Goldene Zeitalter“ für Andalusien. Doch die Christen ließen dies natürlich nicht auf sich sitzen und eroberten über die Jahrhunderte hinweg immer mehr Teilstücke von Andalusien zurück. Im Jahre 1492 war nur noch Granada, als letzte Bastion, übrig und die Mauren mussten kapitulieren. Sie hatten keine Chance gegen die Christen. Es gab eine neue Epoche in der Geschichte von Andalusien, in der die Region zwar das Wirtschaftswachstum ankurbeln konnte, die Katholische Kirche hingegen alles dafür tat, dass die Wissenschaft auf der Strecke blieb. 

Die Geschichte von Andalusien ist erstaunlich

Dies geht aber auch auf die Toleranz der Christen zurück,die die maurischen Festungen nicht einreißen ließen, sondern einfach neue Gebäudeteile anbauten und so der arabische Einfluss der Mauren bis heute erhalten ist. Die unglaubliche Vielfalt der beeindruckenden Bauwerke aus dieser Zeit blieb also erhalten und sind bis heute Zeitzeugen. Vor allem die Alhambra in Granada oder die Mezquita in Córdoba, die knappe 1.000 Jahre alt sind, zeigen,welche Handwerkskunst die Mauren beherrschten.

In der Geschichte von Andalusien spielt auch die arabische Wissenschaft eine große Rolle

Nicht nur das arabische Kunsthandwerk beeinflusst noch heute Andalusien, auch die arabische Wissenschaft ist noch heute wichtig. Denn die maurischen Herrscher hatten immer eine Schar von Wissenschaftlern um sich herum und es entstanden Patios – die heute bekannten und blumengeschmückten Innenhöfe – wunderschöne Gärten mit Springbrunnen und auch sehr ausgeklügelte Bewässerungssysteme wurden gebaut. Diese gehen alle auf die maurischen Einflüsse zurück und sind noch heute Bestandteil in vielen Häusern. Außerdem ist bewiesen, dass die arabische Sprache die spanische Sprache stark beeinflusste und rund 20 Prozent des spanischen Wortschatzes basieren auf arabischen Grundlagen. Doch das „Goldene Zeitalter“ ging weiter und setzte, nachdem die Mauren aus Andalusien vertrieben waren, Ressourcen frei. Nicht nur Christoph Columbus profitierte davon. Auch viele weitere Flotten, die auf allen Weltmeeren zu finden waren, machten Spanien zu einer international führenden Seefahrernation.
Alcazaba mit Bewässerungssystem
Maurische Festung Alcazaba

Andalusische Häfen wurden zu großen Umschlagplätzen

Wachstum und Reichtum machten sich aber auch an der Entwicklung der andalusischen Häfen bemerkbar. Für die Amerikaner war Sevilla zeitweise der Hauptumschlagplatz für den Handelsverkehr und trug so maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung für ganz Europa bei. Hier wurden vor allem neue Lebens- und Genussmittel, wie etwa Tomaten, Mais, Kartoffeln oder Tabak im- und exportiert. Während sich die wirtschaftliche Lage immer weiter verbesserte, entwickelten sich jedoch die geistige und wissenschaftliche Lage zurück. Dies war vor allem auf den starken Einfluss der katholischen Kirche zurückzuführen. Diese lies gesamte Völker ausrotten, was dann zur Folge hatte, dass in der Mitte des 17. Jahrhunderts Spanien die Weltherrschaft auf dem Meer verlor. Doch nicht nur das. Auch Gibraltar gelangte, aufgrund des spanischen Erbfolgekriegs, in englische Hand und ist bis heute eine englische Enklave mit Sitz in Spanien. Zudem verlor Cádiz das Handels-Monopol und der Zerfall des spanischen Kolonialreiches war unaufhaltsam.

Die Franco Diktatur

Während der beiden Weltkriege hatten die Spanier Glück und im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, konnten die Spanier kaum Schäden verzeichnen. Trotzdem kam es zu sozialen Spannungen und eine Diktatur ging daraus hervor. In den 30er Jahren kam die Zweite Republik an die Macht und somit General Franco. Der Bürgerkrieg gegen Franco wurde verloren und somit hatte der Diktator, 39 Jahre, bis zu seinem Tod 1975 die Macht. Unter Franco kam es zu sehr brutalen Säuberungsaktionen mit Folter, Verhaftungen und der Todesstrafe. Erst in den 60er Jahren begann ein Aufbruch, nachdem die Wirtschaft durch den Tourismus wieder aufblühte. Der Widerstand gegen Franco wurde breiter, es konnte jedoch nie ein Machtwechsel erreicht werden. Erst nachdem Franco starb, konnte dieser Machtwechsel stattfinden.Denn der Diktator hatte noch zu Lebzeiten Prinz Juan Carlos zu seinem Nachfolger bestimmt. Noch heute umgehen die Spanier das Thema Franco und es ist fast kaum möglich, ein Gespräch über Franco zu halten. Wenn du dich also nicht in ein Fettnäpfchen setzen möchtest, warte bis ein Spanier mit dem Thema anfängt!!

Von der Diktatur zur Demokratie

Franco starb am 20. November 1975 und schon zwei Tage später, also am 22. November 1975 wurde Juan Carlos zum König proklamiert. Seine Herrschaft wurde allerdings erst im Jahre 1977 anerkannt, nachdem sein Vater formell auf den Thron verzichtet hatte. In seiner Thronrede betonte er, dass er sich als „König aller Spanier, Wächter der Verfassung und Kämpfer für die Gerechtigkeit“ sieht. Weiterhin sagte er, dass „eine freie und moderne Gesellschaft die Beteiligung aller in den Entscheidungszentren, den Medien, den unterschiedlichen Ebenen des Erziehungswesens und der Kontrolle des nationalen Wohlstands“ erfordere. Dennoch musste er sich gegen einen Putschversuch im Jahre 1981, mit Erfolg, wehren. Diesem trat er entschlossen entgegen und der Putsch konnte abgewendet werden. Im Jahre 1982 übernahmen die Sozialdemokraten die Regierung und im selben Jahr trat Spanien der NATO bei. Der europäischen Gemeinschaft trat Spanien im Jahr 1986 bei.
Die Geschichte von Andalusien und der maurische Einfluss ist an diesem Gebäude erkennbar. Ein Patio ist noch heute sehr beliebt.

Andalusien heute

Die Geschichte von Andalusien ist sehr bewegend, hat aber auch zahlreiche Vorteile durch die Mauren gebracht. Mittlerweile ist Andalusien, eine der 17 autonomen Gemeinschaften in Spanien und in acht Provinzen unterteilt:
  • Almeria
  • Cádiz
  • Córdoba
  • Granada
  • Huelva
  • Jaén
  • Málaga
  • Sevilla
Im Jahr 2017 hatte Andalusien mehr als 8,4 Millionen Einwohner. Mit einer Fläche von 87.268 qm kommen rund 95 Einwohner auf einen Quadratkilometer. Neben dem Tourismus sind die Landwirtschaft wie auch die Fischerei Haupteinnahmequellen in der Region. Mit einer Arbeitslosenquote von rund 30 Prozent ist Andalusien das Schlusslicht in der EU. Dies liegt vor allem daran, dass es in Andalusien kaum Industrie gibt und die Regionen vor allem vom Tourismus leben. Trotz, dass die Arbeitslosigkeit so hoch ist und viele Menschen in Armut leben, haben sie ihren Lebensmut nicht verloren. Die  #Herzlichkeit und das Miteinander machen viel aus und Familie und Nachbarn halten hier zusammen. Wer zu viel hat, gibt etwas an die, die nicht so reich beschenkt werden. Und genau diese Warmherzigkeit macht die Menschen in Andalusien aus, was dazu führt, dass sich hier viele Urlauber richtig wohlfühlen.So wohl, dass es viele wie wir machen und nach Andalusien auswandern.  

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