Kosten einer Auswanderung




Wer auswandern möchte, muss sich natürlich auch einige Gedanken um das liebe Geld machen. Denn jeder, der diesen Schritt wagt, sollte so viel Geld auf der hohen Kante haben, dass er mindestens ein Jahr ohne Job überleben kann. Gerade die Freelancer, die eigentlich nur Internet benötigen, sollten sich dabei nicht unbedingt darauf verlassen, dass sie ja ihre Kunden haben. Schnell ist einer abgesprungen oder das berühmte Sommerloch schlägt zu und schon wird die Mietzahlung zum Problem. Die Kosten einer Auswanderung sind nicht zu unterschätzen.

So haben wir unsere Auswanderung finanziert

Gerade hier in Spanien sind fast alle Wohnungen und Häuser möbliert. Das heißt, dass man eigentlich gar nichts benötigt, außer die persönlichen Dinge. Trotzdem muss jeder bedenken, dass ein Umzug mit Möbeln richtig ins Geld gehen kann. Aus diesem Grund ist es oftmals sogar günstiger, wenn man die Möbel vor Ort neu zu kaufen, um die Kosten einer Auswanderung deutlich zu senken.

Wir selbst haben wirklich alles verkauft, was wir hatten, und haben so unseren Traum erfüllen können. Natürlich hatten wir noch ein paar Rücklagen, aber die Kosten einer Auswanderung sind nun einmal hoch und wir wollten auf der sicheren Seite sein. Denn wir sind mit Kind ausgewandert, was heißt, dass wir Verantwortung haben.

Daher gibt es viele Menschen, die sich das Auswandern mit einem Kredit finanzieren. Das ist eigentlich gar keine so schlechte Idee, wenn man beispielsweise gar keine Rücklagen hat. Und naja, es ist ja nun mal so, dass sich die Mittelschicht so gut wie keine Rücklagen mehr bilden kann. Zu einem guten Kurs und bei den derzeitigen Zinsen ist es nicht verkehrt, über diese Möglichkeit zumindest nachzudenken.

Die Kosten einer Auswanderung  im Überblick

Wichtig ist vor allen Dingen, dass du nicht nur an die üblichen Kosten wie Miete, Kaution, One-Way-Ticket und Strom etc. denkst. Auch die Gebühren, um die Residencia und die N.I.E. zu beantragen oder auch das Ummelden des Autos musst du im Blick haben. Sprichst du kein oder nur wenig Spanisch, ist es sinnvoll alles in eine Gestoria zu geben, die sich dann um die Papiere kümmern.

Allerdings treibt das auch die Kosten einer Auswanderung erheblich in die Höhe. Die N.I.E. beispielsweise kostet zwischen 50 und 150 Euro. Die Residencia kann bis zu 250 Euro kosten und das Ummelden des Wagens von Deutschland nach Spanien wird dein Budget deutlich schmälern. Hier können durchaus Kosten von 1.000 Euro anfallen. Nimmst du eine rein spanische Gestoria, sind die Gebühren eher im unteren Bereich, wird Englisch und/oder Deutsch gesprochen, musst du tief in die Tasche greifen. Das lassen sich die meisten Gestorias sehr gut bezahlen. Vielleicht hast du auch Bekannte oder Nachbarn, die dir bei diesen Dingen helfen können.

Ein weiteres Problem und somit zusätzliche Kosten einer Auswanderung ist, dass dir Dinge fehlen werden. Auch wenn auf den ersten Blick alles perfekt eingerichtet ist, merkst du zügig, dass gewohnte Dinge nicht da sind. Selbst wenn dies oft nur Kleinigkeiten sind, gehen diese Kleinigkeiten doch ins Geld. Wer dann nicht genügend Rücklagen hat, kann wirklich flott ins Schleudern geraten, da das Budget deutlich geschmälert werden kann.

Autos, Möbel und Elektrogeräte sind teuer in Spanien

Beim Wohnen zur Miete sind die Möbel meist im Haus. Trotzdem wirst du dich vielleicht nicht mit allen Möbelstücken anfreunden können. Wir hatten zum Beispiel das Pech, dass wir nur Betten von 1,35 Meter Breite im Haus hatten. Für einen zu groß, für zwei zu klein. Also haben wir kurzerhand zwei Betten zusammengestellt und haben nun ein ganz großes Bett  und Platz satt. So kann auch Sohnemann zu uns schlüpfen, ohne dass Platzmangel besteht. 🙂

Es ist nämlich gar nicht so einfach ein Bett mit einer Breite von 1,80 Metern zu finden und wenn, dann sind die mal richtig teuer. Dafür bin ich einfach zu geizig. Denn zum einen ist die Qualität bescheiden und zum anderen bin ich nicht gewillt so viel Geld auszugeben. Denn auch Matratzen sind hier nicht gerade günstig.

Ebenso Elektrogeräte. Wer nicht unbedingt zwingend und eilig etwas benötigt, sollte seine Geräte bei Amazon in Deutschland bestellen. Diese sind um ein Vielfaches günstiger und du hast, bei Beschwerden, kein Problem mit der Garantie und unfreundlichen Mitarbeitern. Denn hier in Spanien wollen sich die Geschäfte aus der Garantie ziehen. Sie sind hierfür nicht zuständig und haben damit nichts am Hut. Sie verkaufen die Sachen nur. Wer einen Schaden hat, soll sehen, wie er klarkommt.

Auch wenn du ein Auto in Spanien kaufen möchtest, ist es richtig teuer. Gebraucht Autos mit 300.000 km kosten hier durchaus noch 2.000 Euro. Doch auch die Ummeldung eines Wagens von Deutschland nach Spanien ist nicht günstig. Daher überlege dir gut, welche Möglichkeit für dich die günstigste und beste ist. 

Second Hand brummt mittlerweile

Wer Geld sparen möchte, um die Kosten der Auswanderung zu senken, hat natürlich auch hier die Möglichkeit seine Sachen gebraucht zu kaufen. Insbesondere die Engländer und Deutschen haben an fast jeder Ecke Second Hand Hallen. Auch viele Tierschutzorganisationen haben kleine Läden und bieten Bekleidung und Dekoration an. Möbelstücke werden hier in der Regel nicht verkauft.

Allerdings solltest du die Preise vergleichen! Manche Angebote sind total überteuert und andere wiederum sind sehr günstig. Also breche nichts auf dem Knie ab und schaue dich in aller Ruhe in den verschiedenen Hallen  um. Fündig wirst du auf jeden Fall!

Wer auswandern möchte, sollte sich daher auf jeden Fall sehr gut informieren und am besten schon vor Ort gewesen sein. Die Lebenshaltungskosten in Andalusien sind ähnlich wie in Deutschland und während einige Sachen etwas günstiger sind, zahlst du bei anderen Dingen mehr. Im Grund aber hält sich das die Waage. Lediglich das Essengehen ist hier um ein Vielfaches günstiger. Während du in Deutschland mit 3 Personen mindestens 60 Euro hinblätterst, gibt es hier bereits ein sehr gutes Tagesmenü mit 3 Gängen für etwa 8 Euro, inkl. einem Getränk.

Mache dich also schlau über die Region, denke auch an Nebenkosten, Umzugskosten und das Ummelden, damit du die Kosten deiner Auswanderung besser im Blick hast. Dann kann fast nichts mehr schiefgehen.

Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg!!!



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