Las Canales de Padules





Wir haben wieder einen Andalusien Kurzurlaub an den Las Canales de Padules gemacht und sind in Padules bzw. Almocita gelandet. Nur war der Kurzurlaub dieses Mal etwas anders. In der Regel genießen wir die Tage in einem Hotel, damit es auch wirklich Urlaub ist. Nicht kochen, nicht abwaschen und einfach die Seele baumeln lassen – am Hotelpool oder am Strand. Dieser Urlaub fand aber im Wohnwagen statt, den wir für zwei Nächte mieteten. Doch hier gibt es jetzt zuerst die Las Canales de Padules Abenteuer. 

Anfahrt Las Canales de Padules

Padules und Las Canales de Padules liegt in der Provinz Almeria in Andalusien und etwa 40 km von der Provinzhauptstadt entfernt. Um in das Naturschutzgebiet zu kommen, fährt man mit dem Mietwagen von Almeria aus vorbei an Gador, Alhama de Almeria über Canjayar nach Padules. Dort angekommen sind in der Regel überall Schilder vorhanden, die die Richtung zeigen, wo es zu Las Canales de Padules geht. Interessant ist aber, dass man von oben keinen Einblick hat und sich sehr schwer vorstellen kann, dass dort irgendwo ein so schöner Fluss ist.

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Wer den Weg von Padules oder Almocita zum Fluss wandern möchte, findet auf Wikiloc zahlreiche Rundwanderwege, die sich wirklich lohnen. Die Wanderungen schwanken so zwischen 7 und 20 km und hier kann sich wirklich jeder die perfekte Strecke downloaden. Wir selbst sind mit dem Wagen zu dem Parkplatz in der Nähe von Las Canales de Padules gefahren und den Weg dann zu Fuß zum Fluss gegangen.

Vorbereitung auf die Wanderung

Wenn du einen Rundwanderweg machst oder auch nur, wie wir, durch den Fluss gehst, solltest du gut vorbereitet sein. Zum einen benötigst du Wanderschuhe für den Rundwanderweg und zum anderen die passenden Schuhe für das Wasser. Barfuß durch den Fluss zu gehen ist nicht empfehlenswert, da spitze Gegenstände und große Steine im Wasser liegen und du außerdem auch klettern musst.

Wir selbst hatten die Wasserschuhe an, die wir auch beim Schnorcheln nutzen. Turnschuhe oder extrem robuste Wasserschuhe sind aber definitiv besser geeignet, um durch den Fluss zu laufen und die kleinen Wasserfälle oder Hürden zu überwinden.

Ein Mückenspray ist auch empfehlenswert. Wir selbst haben es nicht genutzt, obwohl jede Menge Wasserflöhe im Fluss über die Wasseroberfläche gehüpft sind. Keiner von uns hatte einen Stich oder Biss. Trotzdem kann es nicht schaden, es dabei zu haben.

Klar, Proviant ist natürlich auch wichtig, auch wenn die Bar direkt am Fluss geöffnet hat. Wir selbst waren ganze 5 Stunden im Fluss unterwegs und fast überall gibt es kleine Kiesplätze, an denen man hervorragend picknicken kann. Und eine Wanderung macht ja nun auch hungrig und durstig!

Ansonsten ist ein Rucksack statt einer Umhängetasche empfehlenswert, da es teilweise Stellen gibt, die recht tief sind. Und da musst du durch – egal wie. Der Rucksack kann außerdem bequem auf den Rücken und du hast die Hände beim Klettern frei. Je nachdem, ob es viel geregnet hat oder nicht, hat der Fluss eben mehr oder weniger Wasser. Die tiefste Stelle im Fluss, durch die wir laufen mussten, war etwa popotief. Heißt, dass du auch entsprechende Kleidung tragen musst, die eben auch nass werden kann.

Und denk an dein Handy oder Geldbeutel, dass du diese nicht in der Hosentasche aufbewahrst. Die Stellen sind in der Regel zu sehen, wo es tief ist – trotzdem sicher ist sicher. Ein Bikini oder eine Badehose ist natürlich Pflicht, um am Ende ausgiebig im Wasser zu planschen.

Einstieg in den Fluss – nicht ganz einfach aber man wird belohnt!

Der Parkplatz liegt etwa 2 km vom Fluss entfernt und der Hinweg ist recht einfach, da es nur bergab geht. Kurz vor dem Einstieg in den Fluss gabelt sich der Weg. Rechts geht es zur Chiringuito „El molinillo de la abuela“ und links geht es direkt zum Einstieg in den Fluss Richtung „Los Canjorros“. Der Weg dorthin ist recht steil und mich hat es gleich mal von den Beinen geholt. Schwupp, lag ich da und hatte mir den Oberschenkel ein wenig aufgeratscht, aber nicht weiter schlimm zum Glück. Mit etwas zittrigen Beinen ging es dann weiter und nach wenigen Metern hatten wir den Fluss erreicht und waren total begeistert.

Du musst dir vorstellen, dass du von großer Hitze und staubigen Wegen durch eine kleine Höhle von Schilf kommst und plötzlich mitten in einer Oase stehst. Steile Felswände rechts und links, ein Fluss, angenehme Kühle, azurblaue Vögel, unzählige schwarze und braune Libellen, Schmetterlinge, die so groß wie eine Kinderhand sind und eine Ruhe, die unbeschreiblich ist. Selbst an diesem Punkt hätte ich können ausharren und nur schauen.

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Vom Einstieg Las Canales de Padules bis zur Chiringuito

Du hast zwei Möglichkeiten den Fluss zu erkunden. Wir sind nach rechts gegangen, da wir wussten, dass hier die Chiringuito auf uns wartet. Schon nach wenigen Metern konnte man kleine Wasserfälle entdecken, unter denen man sich abkühlen konnte. Außerdem waren die unzähligen Libellen unsere ständigen Wegbegleiter.

Rechts und links steile Felswände, üppige Vegetation und wunderschöne Oleanderbüsche in allen Farben. Die kleinen Kiesflächen und großen Steine waren perfekt, um kleine Pausen einzulegen, tolle Bilder zu machen oder einfach nur, um sich zu setzen und die Natur zu genießen.

Wir waren etwa 2 Stunden im Fluss unterwegs, bis wir zur Chiringuito kamen. Allerdings haben wir auch viele Pausen eingelegt. Die Strecke kann man sicher locker in 30 Minuten schaffen, aber das ist ja langweilig. Wir wollten das ja genießen!!

Chiringuito El molinillo de la abuela

Die Chiringuito ist absolut genial – total urig, gemütlich und inmitten von Bäumen, Büschen und dem direkt am Fluss gelegen. Hier gibt es sehr leckeres Essen, was aber nicht ganz günstig ist, und am Wochenende sind abends wohl Livebands, die spielen.

Am Abend zuvor waren wir bereits hier, und während wir aßen, schwirrten Fledermäuse, Libellen und Schmetterlinge um uns herum. Hunde sind hier ausdrücklich erlaubt und es gab hier fast niemand, der keinen Hund dabei hatte. Die werden ebenfalls mit Wasser versorgt und haben den Himmel auf Erden.

Von der Chiringuito flussaufwärts

Nachdem wir uns mit kühlen Getränken gestärkt hatten, ging es durch Los Canales de Padules weiter flussaufwärts. Dieser Bereich ist allerdings etwas schwieriger zu meistern und hier muss schon ganz schön geklettert werden. Für Kinder perfekt, für Omas und Opas, die nicht mehr so fit sind, eher weniger geeignet.

Direkt hinter der Chiringuito geht es dann nach links an den „Strand“. Hier war einiges los und Familien mit Kids, Omas und Hund saßen hier gemütlich mit Stühlen im Wasser, oder lagen auf der kleinen Wiese und haben das Wochenende genossen. Einige junge Männer machten Musik auf einem [Werbung] Cajon (Kistentrommel) und es war irgendwie total genial.

Trotzdem gingen wir weiter flussaufwärts und mussten dann einige Hindernisse überwinden. Gut 15 Minuten waren wir noch unterwegs, bis wir an einen Minisee kamen. Dort badeten wir erst einmal ausgiebig – aber nur kurz, da das Wasser schon sehr kalt war – aber angenehm. Es geht wohl noch viel weiter, aber wir sind dann umgekehrt und den Weg wieder zurück.

Der Rückweg zum Auto

Ich habe keine Ahnung wie lange Las Canales de Padules wirklich ist, auf jeden Fall ist der Weg wirklich sehr angenehm, macht Spaß und es gibt jede Menge zu sehen. Beim Rückweg hast du auf jeden Fall zwei Möglichkeiten. Direkt an der Bar geht ein Weg nach oben. Diesen wählten wir aber, aufgrund der Hitze, nicht. Denn hier geht es wirklich steil hoch und es war noch immer sehr heiß, was heißt, dass der Weg sehr beschwerlich ist. Las Canales de Padules war definitiv angenehmer und vor allem kühler!!!

Kleine Anmerkung: Am Abend davor war eine Jazzband in der Bar. Diese musste die Instrumente von oben mit einem Seilzug in die Bar befördern. Also kannst du dir vorstellen, wie beschwerlich der Weg ist. Alles von oben in die Bar zu befördern wäre ein Unding.

Wir gingen etwa 30 Minuten den Weg im Fluss zurück und hatte Glück, dass wir die Einstiegsstelle wiederfanden. Sicher waren wir uns allerdings nicht, da wir uns die Stelle nicht merkten. Also wo du in den Fluss einsteigst, solltest du dir auf jeden Fall merken. Mache am besten ein Bild von der Stelle. Das hatte ich zum Glück auch!

Der Rückweg war – meiner Meinung nach – die Hölle. Total steil, furchtbar heiß und wir waren ja von dem Wandern in Los Canales de Padules richtig müde und kaputt. Nach etwa 20 Minuten waren wir dann endlich total platt und überhitzt am Auto und wollten nur noch ein eiskaltes Bier auf dem Campingplatz!




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