Spanisch lernen – gar nicht so einfach

Heute gibt es mal einen kleinen Überblick über meine Spanischkenntnisse, die ich eigentlich gar nicht habe. Das ist nämlich nicht unbedingt einfach und selbst das Lernen im Vorfeld hat nicht unbedingt viel gebracht – habe ich zumindest das Gefühl. Denn ehrlich gesagt verstehe ich nur Bahnhof, wenn die Leute hier im Dorf anfangen zu reden.

Die ersten Spanisch Lektionen

Schon in Deutschland haben wir Spanisch gelernt und sind auch gut voran gekommen. Die ersten Wochen hier in Andalusien haben wir dann allerdings etwas geschludert, weil jede Menge Behördengänge etc. zu erledigen waren. Allerdings bin ich dann irgendwann total gefrustet aus dem Babbelkurs ausgestiegen, da ich wirklich nichts aber auch gar nichts verstanden habe. Denn auch wenn die Spanier wissen, dass man nicht viel von der Sprache versteht, reden sie nicht langsamer. So schnell, wie die Spanier reden, kann ich gar nicht denken… Kaum habe ich mal ein Wort verstanden, haben sie schon drei Romane gesprochen. Also gar nicht so einfach, wie ich mir gedacht hatte.

Der andalusische Dialekt

Das war dann auch das zweite Problem. So manchmal hat man das Gefühl, dass das eine komplett andere Sprache ist. A logo… heißt eigentlich hasta luego. Für einen der die Sprache gerade lernt gar nicht so einfach zu verstehen 🙂 Aber so können wir gleich den richtigen Dialekt lernen und die ganzen Endungen, die hier so und so irgendwie verschluckt werden, eben auch gleich unter den Tisch fallen lassen. Aber da gibt es noch einige Dinge mehr, mit denen man hier erstmal „Freundschaft“ schließen muss. Das v beispielsweise wird als b ausgesprochen und und und. Wie ihr seht also gar nicht so easy….

Reden, reden, reden

Dies ist einfach das A und O, um die Sprache zu lernen. Ob man etwas versteht oder nicht. Einfach versuchen – so macht es mein Mann und der kommt gut voran. Ok, er hat natürlich den Vorteil, dass er zweiter Fußballtrainer ist und somit viel mehr ins Gespräch kommt. Ich bemühe mich auch schon und es ist auch nicht wirklich ein Problem, Kontakt zu finden und zu reden. Allerdings sind wir Frauen – und von meiner Sorte kenne ich ein paar – einfach zu feige und trauen sich nicht, einfach drauf loszuquatschen – zumindest nicht in einer fremden Sprache 🙂

Ich gerate grundsätzlich noch immer in eine Art Schockstarre, wenn mich jemand anspricht und mir fällt kein Wort mehr ein, was ich sagen könnte. Sind die Spanier dann weg, könnte ich Bücher reden 🙂 aber dann ist zu spät. Also muss ich mich irgendwie noch dazu zwingen ruhig zu bleiben, durchzuatmen und versuchen zu reden. Langsam aber sicher klappt das ein wenig. Aber auch nur dann, wenn ich mir vorher alles genau überlegt habe, was ich sagen möchte und die Personen dann selbst anspreche 🙂 Kommen sie aber auf mich zu und ich bin unvorbereitet, hab ich ein recht großes Problem – meine Schockstarre 🙁

Whatsapp und Facebook – perfekt um zu üben

Mit ein paar spanischen Mamas schreibe ich über Whatsapp und Facebook und kann daher den Übersetzer nutzen. Der spuckt zwar oftmals den größten Mist aus, aber zumindest kann ich einige Worte nachschauen und dann selbst Sätze bilden. Perfekt sind die zwar nicht unbedingt, aber die Spanier verstehen mich und das will schon was heißen 🙂 Außerdem versuche ich ab und an meine Post in Deutsch und Spanisch zu verfassen. Ist zwar auch nicht immer die richtige Satzstellung, aber so sehen die Leute im Dorf auch, dass ich mich bemühe und sie dann eben auch an meinem Leben teilhaben können, wie ich an Ihrem, wenn sie posten.

Zeitungen, Fernsehen, Radio und Bücher

Auch dies sind für mich wichtige Medien, die mir helfen mehr zu verstehen. Am Wochenende beispielsweise sprach mich eine Mama an und wollte mir etwas erklären. Verstanden habe ich es sehr gut und ich wusste auch genau, was sie von mir wollte. Nur das mit dem Antworten war eben noch das Problem. Zum Glück hatte ich einen englischen Freund dabei, der mir dann etwas geholfen hat 🙂 Das Verstehen habe ich aber vor allem über die Medien gelernt. Während ich in den ersten Wochen noch nicht mal die einzelnen Worte verstanden habe, kann ich jetzt im Radio schon die Nachrichten verfolgen und verstehe auch tatsächlich zusammenhängende Sätze… ihr glaubt gar nicht, wie stolz ich darauf bin 🙂

Jetzt gehe ich die nächste Hürde an… Ich habe mir ein Buch bestellt. Nachdem ich auf einigen Seiten die Lola Lago Bücher als Erstlektüre gesehen habe, versuche ich mich jetzt daran. Die ersten drei Sätze habe ich tatsächlich problemlos lesen können und werde mich in den nächsten Tagen mal an das Büchlein machen und schauen, wie weit ich komme. Selbstverständlich werde ich eine Rezension darüber schreiben und euch meinen Eindruck darüber mitteilen. Die CD habe ich mir noch nicht angehört, werde ich aber wie gesagt in den nächsten Tagen angehen und euch meine Fortschritte ebenfalls mitteilen.

 

2 thoughts on “Spanisch lernen – gar nicht so einfach

  1. Liebe Stephie !

    Bücher in spanisch zu lesen und zu verstehen ist nicht wirklich leicht,
    wenn man die Sprache noch nicht wirklich kann
    Meine Grosse miss für die Schule immer mal wieder Bücher lesen
    sie spricht spanisch wie ein Wasserfall….als Nichtspanier hörst Du nicht das sie Deutsche ist
    Aber die Bücher richtig zu verstehen hat sie teilweise Schwierigkeiten.
    Weil teilweise Wörter vorkommen die im tgl Gebrauch nicht oft oder gar nicht
    benutzt werden.
    Wünsche Dir dennoch viel Erfolg und vor allem Spass veim Lesen.
    Ich habe übrigens mit Kinderbüchen (infantil) angefangen 😛
    Sonst lese ich nur deutsche Bücher *schäm*
    Jedes 2te Wort nachschlagen zu müssen würde mir die Freude nehmen, dahet bewundere ich Deinen Eifer.

    LG Jana

    1. Hi Jana,

      schön von Dir zu lesen 🙂 Naja ich hab das Buch mal, angefangen hab ich noch nicht. Es ist aber glaube ich relativ einfach, also genau das richtige Buch für mich. Auch werde ich mir in der Bücherei hier ein paar Kinderbücher – am besten für Kindergartenkinder – ausleihen. Dann klappt das auch mit dem Lesen 🙂

      LG
      Stephie

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