Wer sind denn die nächtlichen Besucher?

Dass wir hier jede Menge Streuner haben ist klar. Dass sie auch mal die Oliven oder ein Stück Brot fressen, die wir auf dem Terrassentisch vergessen hatten, war auch kein Problem. Doch dass am Morgen Krümel auf dem Küchenboden verteilt waren, hat uns dann schon etwas gewundert. Die ersten Tage ist mir das gar nicht so aufgefallen, bis dann mein leckerer Orangen-Kringel, den ich am Tag zuvor von der Bäckersfrau geschenkt bekam, weg war. Hier gab es nächtliche Besucher, doch wer waren sie?

War mein Mann der Übeltäter?

Hatte mein Mann vielleicht nachts noch Hunger??? Tztztztz aber nein, er war‘s nicht – nur wer war es dann? Ich hatte ja schon so eine Ahnung, denn dem Sohnemann hat der Kringel so gar nicht geschmeckt und von daher schied er definitiv aus. Dann konnten es nur die Katzen sein, die hier permanent umher streiften.

Doch wie kamen die Katzen ins Haus?

Da wir in der Nacht ja immer die Fenster offen haben, hatten wir keinen Plan woher die Besucher denn kamen. Übers Dach, also durch Sohnemanns Zimmer, über den Balkon oder durch unser Schlafzimmer im Erdgeschoss, wir hatten keine Ahnung und überlegten wie wir die Fenster sichern konnten.

Gar nicht so einfach, denn machen wir Fliegengitter dazwischen besteht die Gefahr, dass die Fenster noch weniger dicht sind und der nächste Regen dann noch eine Überraschung bringt. Nicht wirklich das, was wir unbedingt haben müssen 

Die bekannten spanischen Gitter, die hier vor jedem Fenster sind, sind ja toll – aber auch nicht wirklich eine Hilfe. Denn wir leben ja nicht im Knast 

Also habe ich kurzerhand beschlossen, dass ich die Katzen einfach füttere, damit sie satt sind. So müssen sie nachts nicht mehr einbrechen und unser Essen ist sicher! Ich also am Nachmittag ins Dorf, um Katzenfutter zu holen – 1,5 kg für 1,95 Euro – da kann man nicht meckern. Noch eine Schüssel dazu und ein Wassertopf.

Der Verdacht war vor allem, dass es die schwarze Katze ist, die hier einbricht. Und siehe da, seitdem sie satt ist, kommt sie auch kein Essen mehr klauen. Das Problem ist nur, dass Nachbars Katzen jetzt auch meinen durchgefüttert zu werden – obwohl die schon mehr als rund sind. Also hab ich mir einen Schlachtplan zurecht gelegt 

Sie werden es lernen – oder auch nicht

So gegen 18 Uhr ist meist die schwarze Katze da und wartet schon. Dann gibt’s natürlich auch was zu futtern, aber eben nur für sie. Dann ist da noch eine weiße mit schwarzen Ohren – wenn ich die sehe, gibt’s noch einen Nachschlag – aber nicht für Nachbars Katzen  Da achte ich mittlerweile ganz penibel drauf und ich denke, irgendwann haben die das auch kapiert und kommen erst gar nicht mehr zu uns. Schaun wir mal 

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