Die spanische Küche

Die spanische Küche ist sehr vielseitig und bietet für jeden Geschmack etwas leckeres. Auch wer glaubt, dass die spanische Küche nur aus Knoblauch besteht hat sich geirrt, denn es gibt jede Menge Gerichte, die ohne Knoblauch zubereitet werden. In der Regel findet ihr in einem gut sortierten Supermarkt auch fast alle Zutaten. Chorizo beispielsweise gab es vor wenigen Jahren nur in ausgewählten Spezialitäten-Geschäften, gehört aber heutzutage der Vergangenheit an. Ihr könnt also die spanische Küche ausprobieren und die leckeren Rezepte nachkochen. Hier die wichtigsten Zutaten in der Übersicht:

Aioli

Eine Knoblauchcreme, die eigentlich nur aus Knoblauch, Salz und Öl besteht. Allerdings gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Aioli Rezepten, die mit Milch und Mandeln oder auch Eigelb hergestellt werden.

Chorizo

Chorizo ist Spaniens berühmteste Wurst, die es in den verschiedensten Varianten gibt. Vom Paprikapulver ist sie orangerot und sehr würzig bis scharf, schmeckt dabei aber angenehm säuerlich. Die luftgetrocknete Hartwurst ist vom Schwein und kann gekocht, gebraten, gegrillt oder roh gegessen werden.

Essig

In der spanischen Küche wird meist roter und weißer Weinessig verwendet. Kein anderes Land produziert soviel Weinessig wie Spanien. Darunter natürlich auch der Balsamico- wie auch der Sherry-Essig. Gibt es besondere Speisen oder wird etwas gefeiert, wird natürlich auch sehr gerne der Sherry-Essig bei den Spaniern eingesetzt. Dieser Essig darf nur aus dem besten Sherry-Wein hergestellt werden, der in der Gegend um Jerez de la Frontera reift.

Gemüse

Gemüse darf in keiner spanischen Küche fehlen. Hier wächst eine Vielzahl an Gemüsesorten, natürlich früher wie in Deutschland und auch viel üppiger. Vor allem Tomaten gibt es den zahlreichen Sorten und die speziellen grünen oder schwarzen Tomaten sind ein Genuss schlechthin. Doch auch Paprika, Spinat, Linsen, Artischocken, Kichererbsen und zahlreiche Salatsorten wachsen und gedeihen in Spanien sehr gut.

Käse

Am spanischen Käse kann man schmecken, welcher Einfluss noch immer auf das Land wirkt. Mit mehr als 120 Sorten Käse, die oft in kleinen Familienbetrieben hergestellt werden kann Spanien ein tolles Angebot vorweisen. Aus dem Norden, mit saftigen Wiesen, kommen beispielsweise würzige Hartkäse-Sorten wie auch cremige Spezialitäten.
Im Landesinneren haben sich durch die heißen Sommer und sehr kalten Winter, Ziegen- und Schafrassen entwickelt, die eine einzigartige Milch geben. Aus dieser Schafsmilch gibt es die unverwechselbare Käsesorte Manchego.
Von den eher kargen Regionen gibt es ebenso einzigartige Käsesorten, die vor allem auf das Futter der Tiere zurückzuführen ist. Diese ernähren sich hauptsächlich von Kräutern wie Thymian, Rosmarin oder auch anderen Wildkräutern. Da man aber mehrere Ziegen benötigt, um guten Käse zu erhalten wurde durch die Not so schnell eine neue Käsesorten, die aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch gemischt wurde, hergestellt und ist einzigartig im Geschmack.

Kichererbsen

Kichererbsen sind auch unter den Namen Garbanzo, Ceci-Erbsen oder Spanische Bohnen bekannt. Diese sollten, vor dem Kochen etwa 8 Stunden in Wasser quellen. Es gibt sie aber auch als Konserven, die natürlich sofort einsatzbereit sind. Kichererbsen haben nussiges Aroma und finden sich in vielen Speisen der Spanier wieder.

Knoblauch

Dieser darf natürlich nicht fehlen. Auch wenn nicht in jedem Essen Knoblauch zu finden ist, ist er aus der spanischen Küche nicht wegzudenken. Auch wir machen viel mit Knoblauch und das schöne ist, dass man hier nicht alleine „stinkt“ 🙂 Also wer nach Spanien kommt, darf Knobi essen, soviel er möchte!
Am besten wird der Knoblauch mit der Spitze eines Messer auf einem Holzbrett zerdrückt. Wer natürlich einen Mörser hat, kann nichts falsch machen. Wird ein wenig Salz zu dem Knoblauch gegeben, ensteht eine Paste, die toll für Knoblauchbrot verwendet werden kann.

Kräuter

Frische Kräuter sind unumgänglich und werden überall zu finden sein. Wer keinen Garten hat, zieht sich die Kräuter in Töpfen, damit sie immer frisch sind. Rosmarin, Thymian, Salbei, Basilikum, Petersilie und Pfefferminz sind die gebräuchlichsten Kräuter in der spanischen Küche.

Mandeln

Mandeln sind ebenfalls sehr beliebt in der Küche. Ob man sie für die Aioli benötig oder auch als Mandelmehl zum Binden von Soßen und Suppen. Mit Mandeln können neben pikanten auch süße Gerichte zubereitet werden.

Oliven

Oliven fehlen in keiner Tapas-Bar. Diese werden teilweise kostenlos gereicht oder aber man bestellt sie zu Bier oder Wein. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, wie auch mit oder ohne Stein. Weit verbreitet sind die grünen Oliven, wobei natürlich auch schwarze Oliven gerne und viel gegessen werden.

Olivenöl

In Spanien wird eines der besten Olivenöle hergestellt. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Sorten und sie reichen von mild bis kräftig im Geschmack. Hierbei muss jeder selbst testen, welcher Geschmack ihm am ehesten zusagt. Wir haben auch einige probiert und sind nun zum heimischen Olivenöl aus Lubrin gekommen, dass wir jedem empfehlen können.

Paella

Das wohl bekannteste spanische Gericht ist die Paella. Die Möglichkeiten der Zubereitung sind sehr vielfältig und neben einer reinen Gemüse-Paella, kann sie natürlich mit Meeresfrüchten oder auch Fleisch zubereitet werden. Allerdings gehört zu einer Paella immer Safran, den es entweder in Fäden oder Pulver gibt, um den Reis gelb zu färben. Safran ist in Spanien fast überall in Pulverform erhältlich.

Paellera

Die Paella wird in einer Paellera zubereitet. Dies ist eine Pfanne, die rechts und links mit zwei Handgriffen versehen sind. Natürlich kann die Paella auch in jeder anderen Pfanne zubereitet werden, aber wenn schon, dann bitte richtig 🙂 In Spanien gibt es die Paelleras in vielen verschiedenen Größen. Die größte Paellera, die ich bisher gesehen habe, hatte einen Durchmesser von einem Meter!

Serrano-Schinken

Der berühmt berüchtigte Serrano-Schinken ist naturbelassen und luftgetrocknet. Da die Höhenluft den Geschmack und die Qualität beeinflusst, gibt es tatsächlich „Luftkurorte für den Serrano-Schinken. Hier ist der Geschmack und die Qualität besonders gut und mache Schinken wurden sogar von Köngshäusern ausgezeichnet. Der Serrano-Schinken wird bis zu zwei Jahren in speziellen Höhlen oder Kellern zum Trocknen aufgehängt.

Spaniens Kaviar unter den Schinken ist der Ibérico-Schinken. Die Ibérico Schweine werden im Hochland, ganz ohne Stall, aufgezogen und ernähren sich ausschließlich von Eicheln der Korkeichenwälder. Der Ibérico-Schinken gehört zu den teuersten und exquisitesten Delikatessen der Welt.

 

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